• Home
  • Fleisch
  • Herr und Frau zum Anbeißen: Croque Monsieur
0 0
Herr und Frau zum Anbeißen: Croque Monsieur

Auf Ihren Social Media-Profilen teilen:

Oder einfach kopieren und diese Adresse teilen

Zutaten

Portionen anpassen:
8 Scheiben Toastbrot
4 Scheiben Schinken am besten Serrano
130 Gramm Weichkäse Camembert, Emmentaler, Comté oder Gruyère
4 Esslöffel halbgetrocknete oder getrocknete Tomaten in Öl
40 Gramm Butter
Pfeffer

Herr und Frau zum Anbeißen: Croque Monsieur

  • 20 Minuten
  • 4 Portionen
  • Einfach

Zutaten

Anleitung

Teilen

Der Croque Monsieur ist ein Klassiker der französischen Bistrot-Küche. Er ist auch sehr beliebt in der belgischen und niederländischen Gastronomie, und es gibt eine weibliche Variante, die Croque Madame.

Dieses einfache, aber weltberühmte Käse-Schinken-Sandwich existiert als Gericht bereits seit 1910. Oft wird es noch mit einer Käsemischung oder mit Béchamel-Sauce überbacken. Im Dreiländereck serviert man als Beilage gerne Rohkost: Salat, Möhrchen, Zwiebel, Gurke, Tomate, Sellerie und für Puristen Mayonnaise und Ketchup. Bei der Kreation sind der Fantasie jedoch keine Grenzen gesetzt, von würzig über vegetarisch bis süß. Selbst große Sterneköche prägen ihren hauseigenen Croque, welch eine Ehre. Viel Fantasie legte auch der mutmaßliche „Erfinder“ des kuriosen Namens an den Tag. Angeblich wurde ein Croque-Monsieur zum ersten Mal 1910 in einem Pariser Café serviert. Der erfolgreiche Bistro Patron Michel Lunarca hatte aufgrund seines energischen Geschäftsgebarens bei seinen Konkurrenten den Ruf „Der Kannibale“. Eines Tages als kein Baguette mehr im Hause war und die vielen hungrigen Gäste aus den Theatern der Umgebung, die immer gerne einen Snack verzehrten, versorgt werden mussten, bereitete Michel kurzerhand für die Kunden ein Sandwich aus Toastbrot zu. Er belegte es mit Schinken und Käse und steckte es in den Backofen, damit es schön knusprig wurde.

Ein Kunde fragte mit welchem Fleisch das Sandwich garniert war. Der schelmische Bistrotier antwortete seinem Ruf gerecht werdend: „Fleisch vom Mann, vom Herrn natürlich“. Das gefiel den Leuten und fortan wollte jeder ein solches „Mann-Sandwich“ bestellen. Am nächsten Tag schließlich stand auf der Speisen-Karte das neue Gericht als „Croque-Monsieur“… Auch in der Weltliteratur ist der Croque verewigt: im Werk „À l’ombre des jeunes filles en fleurs“ von Marcel Proust.

Um dieser schönen Geschichte, die nicht auf gesicherten Erkenntnissen beruht, noch einen Top aufzusetzen, sei auch die weibliche Variante, die Croque Madame, erklärt. Bei dieser wird dem Croque Monsieur einfach ein Spiegelei auferlegt, das wie ein modischer Damenhut den Toast bedeckt.

Eine interessante Variante des Croque Monsieur ersetzt den Kochschinken durch delikateren, luftgetrockneten Rohschinken wie etwa Serrano oder Parmaschinken. Durch die größere Würze des Rohschinkens (im Vergleich zu Kochschinken) in Verbindung mit dem warmen Käse, entwickelt sich ein besonderer Gaumenkitzel. Um es vollkommen italienisch zu machen, kann man bei der Parmaschinken-Version als Käse auch einen Büffel-Mozzarella verwenden und kommt damit in die Nähe des italienischen Sandwichs Tramezzino.

Schritte

1
Fertig

Die 8 Toastscheiben buttern, mit der gebutterten Seite nach unten auf die Arbeitsfläche legen

2
Fertig

Die Tomaten abtropfen lassen und großzügig hacken

3
Fertig

Schinken, Käse und die Tomaten auf vier Scheiben Toastbrot verteilen. Ausgiebig pfeffern.

4
Fertig

Die anderen vier Toastscheiben auf die ersten legen, die gebutterte Seite nach oben

5
Fertig

Den Croque Monsieur dann in der Pfanne bei milder Hitze auf beiden Seiten goldbraun anbraten. Dazu passt ein schöner Salat, und ein fruchtiger Rotwein aus Syrah und/oder Garnacha Reben.

Rolf Minderjahn

Rolf Minderjahn

Rolf Minderjahn ist Journalist, Übersetzer und Autor. Er lebt und arbeitet in Stolberg. Seine Liebe zur französischen Sprache, seine Leidenschaft fürs Schreiben und Reisen sowie sein Faible für die gute Küche hat er zum Beruf gemacht. Er führt seit 20 Jahren ein eigenes Text- und Pressebüro. Er bereist als Reisejournalist das Dreiländereck bereits seit mehr als 30 Jahren. Dabei schaut er vielen Köchen über die Schulter, besucht und beschreibt Restaurants, übersetzt Rezepte aus dem Französischen und Niederländischen ins Deutsche und begegnet regionalen Produzenten, deren Spezialitäten er vor Ort entdeckt.

Vorheriges Rezept
Spekulatius
Nächstes Rezept
Aachener Printen
Vorherige
Spekulatius
Nächste
Aachener Printen
×
Newsletter Dreiländerschmeck

Keine Rezepte mehr verpassen

Ein Angebot aus dem